Was ist Krankengymnastik?

Von Ingrid Radtke ·

Krankengymnastik, auf der Verordnung meist mit „KG“ abgekürzt, ist eine Behandlungsform der Physiotherapie. Je nach Befund gehören aktive Übungen, angeleitete Bewegungen und unterstützende Handgriffe dazu.

Wie eine erste Behandlung abläuft

Zu Beginn besprechen wir Ihre aktuellen Beschwerden, Anforderungen im Alltag und persönlichen Behandlungsziele. Ich berücksichtige die Diagnose und die Angaben auf der Verordnung und prüfe je nach Situation zum Beispiel Beweglichkeit, Kraft, Koordination oder bestimmte Bewegungsabläufe.

Die ärztliche Diagnose und meine physiotherapeutische Befunderhebung haben dabei unterschiedliche Aufgaben. Die Befunderhebung zeigt, welche Schwerpunkte für die einzelnen Termine sinnvoll sind. Den Behandlungsplan passe ich im Verlauf an Ihre Fortschritte und Ihre Reaktion auf die Übungen an.

Was zur Krankengymnastik gehören kann

Bei aktiven Übungen führen Sie die Bewegung selbst aus. Bei anderen Übungen unterstütze oder führe ich die Bewegung; ergänzend können mobilisierende Techniken sinnvoll sein. Welche Anteile wir kombinieren, richtet sich nach der Verordnung, dem Befund und Ihrer aktuellen Belastbarkeit.

Mögliche Ziele sind mehr Beweglichkeit, ein gezielter Kraftaufbau oder sicherere Bewegungsabläufe im Alltag. Dazu können zum Beispiel Treppensteigen, Aufstehen, Heben oder längeres Sitzen gehören. Wenn es hilfreich ist, zeige ich Ihnen passende Übungen für zu Hause.

Was Sie mitbringen sollten

Hilfreich sind bequeme Kleidung, in der Sie sich frei bewegen können, und Ihre gültige Papierverordnung. Relevante Arztbriefe oder Befunde können Sie ebenfalls mitbringen, wenn diese bereits vorliegen.

Bei einer Behandlung auf ärztliche Verordnung ist die Diagnose auf der Verordnung angegeben. Neu aufgetretene, unklare oder deutlich zunehmende Beschwerden sollten vor Beginn beziehungsweise vor der Fortsetzung der Behandlung ärztlich abgeklärt werden.

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